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Bewerking PVC platen

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Sägen

Bohren

Fräsen

Die spanende Bearbeitung von VEKAPLAN Platten ist mit den gebräuchlichen Maschinen,
wie sie auch für die Holz- und Metallverarbeitung eingesetzt werden, möglich.


Sägen

Maschinen:

z.B. Plattenaufteilsägen, Tisch- und Handkreissägen, Band- und Stichsägen

Werkzeuge:

Zahnformen wie Hohlzahn, Wechselzahn,
Trapezzahn usw.

Drehzahl:

3.000 - 5.000 U/min.

Vorschub: 10 - 30 m/min.
= Spanwinkel: 5 - 10°
= Freiwinkel: 10 - 20°

Bohren

Werkzeuge:

Spiralbohrer mit Kunststoffschliff

= Spanwinkel: 8 - 10°
= Freiwinkel: 3 - 5°
= Spitzenwinkel: 80 - 110°

Fräsen

Werkzeuge:

Fräser mit Kunststoffschliff

Drehzahl:

5.000 - 25.000 U/min.

Vorschub:

0,6 - 1,2 m/min. abhängig von Plattentyp und
Fräserdurchmesser

= Spanwinkel: 5 - 20°
= Freiwinkel: 10 - 25°


Schneiden

Stanzen

Die spanlose Verarbeitung der VEKAPLAN Plattentypen SF, K, KD und KT durch Schneiden und Stanzen ist mit handelsüblichen Tafelscheren und Stanzautomaten bis zu einer Stärke von 3 mm möglich.

Bearbeitungsbedingt können leicht abgerundete Schnittkanten entstehen!
Die Schnittqualität ist abhängig vom Schneidwerkzeug sowie von Plattenstärke und Plattentemperatur. Die Verarbeitung sollte mindestens bei Raumtemperatur erfolgen!

Tipp!!! Ein kurzes Erwärmen der Platten auf ca. 40 °C wirkt sich auf die Schnittqualität
nur positiv aus.

Siebdrucken

Die VEKAPLAN Plattentypen S, SF, K, KD und KT lassen sich mit den handelsüblichen,
für Hart-PVC geeigneten Siebdruckfarben sehr gut besiebdrucken.
Ein Auszug geeigneter Farben ist in der folgenden Tabelle aufgeführt.

Lackieren

Zum Lackieren von VEKAPLAN S-, SF-, K-, KD- und KT-Platten eignen sich verschiedene
PVC-Acrylat-Lacke sowie Zweikomponenten-Polyurethanlacke.
Der Lackauftrag kann durch Pinseln, Spritzen, Rollen oder Tauchen erfolgen.


Schleifen Reinigung Grundierung Lackfarben-Bezeichnung
nein Ethanol Percotex-LA mit 3840 Permacron Serie 257 mit 3344
nein

Ethanol

 

Percotex Serie 449 mit 3840

ja

Verdünnung

Meisterpreis Uni-Primer

Meisterpreis Glanzweiß
oder Glanzcolor

ja Verdünnung Meisterpreis Uni-Primer Meisterpreis Seidenweiß
oder Seidencolor
ja ja nein MP – Dickschicht 229
ja ja Epoxi-Haftgrund 855 Betonschutz 800 Seidenmatt
ja ja Epoxi-Haftgrund 855 Impredur Hochglanzlack 840
nein Verdünnung
P 76 022
nein Pehapol S 2K Lacksystem,
innen Pehapol Härter P 85057
nein Verdünnung
P 76 022
nein Pehapol S 2K Lacksystem,
innen Pehapol Härter P 85057
  Verdünnung
Nr. 32 493
Spezial-Decklack
HV/B (bunt)
UV-Schutzlack
  Verdünnung
Nr. 32 493
PVC-Grundierung
z. B. 32 445 weiß
Zweikomponenten-Lackfarbe
Type AR/M
nein Verdünnung
EFD-400906
  EFDEDUR
UR 1040 HRA 906


Kaschieren

Das ein- oder beidseitige Kaschieren der VEKAPLAN Produkte S, SF, K, KD und KT
mit Dekormaterialien wie Folien, Papier, Textilien etc. ist mit Transferklebern möglich.
Das Kaschieren und Gestalten ist mit handelsüblichen Materialien für Fotokaschierung
und Beschriftungen wie z.B. Selbstklebefolien möglich.


Biegen

Thermoformung

Das Umformen bzw. Warmformen der VEKAPLAN Produkte SF, K, KD und KT ist mit den bekannten, für thermoplastische Kunststoffe üblichen Verfahren möglich. Vom Abkanten
und Biegen über das Warmpressen bis hin zu den unterschiedlichen Varianten des Tief- und Streckziehen können je nach Formgestalt und Umformgrad die verschiedenen Verfahren angewendet werden. Dem Verfahren entsprechend kommen Maschinen und Geräte wie Biege- und Abkantbänke, Umluftöfen und Thermoformanlagen sowie die geeigneten Formwerkzeuge zum Einsatz.

Schweißen

Das Schweißen der VEKAPLAN Plattentypen S, SF, K, KD und KT ist durch das so genannte Warmgasschweißen mit Schweißzusatz und auch durch Anwendung der verschiedenen Verfahren des Heizelementschweißens möglich.

Um optimale Schweißnähte zu erzielen, sollten die relevanten Schweißparameter wie Schweißtemperatur, Schweißzeiten und Schweißdrücke durch Probeschweissungen auf den jeweiligen Plattentypen und die Plattenstärke abgestimmt werden. Dem angewendeten Verfahren entsprechend können die handelsüblichen Schweißgeräte und Maschinen eingesetzt werden.



Kleben

Das Verkleben von VEKAPLAN PVC-Platten untereinander oder mit anderen Werkstoffen ist mit handelsüblichen, für die jeweilige Werkstoffkombination und Anwendung geeigneten Klebstoffen möglich.

Für die Verklebung von VEKAPLAN PVC-Platten untereinander kommen meist Lösungsmittelkleber (zur so genannten Kaltverschweißung), in manchen Fällen aber auch Reaktionsklebstoffe
(z.B. so genannte Sekundenkleber) zum Einsatz.

Zur Verklebung mit anderen nicht porösen bzw. nicht saugfähigen Werkstoffen können meist lösungsmittelhaltige Kontaktklebstoffe z.B. auf Polyurethanbasis eingesetzt werden.

Bei der Verbindung mit porösen bzw. saugfähigen Materialien können neben den o.g. Kontaktklebstoffen auch wässerige Dispersionsklebstoffe zum Einsatz kommen, wobei hier die Erfahrung gezeigt hat, dass aufgrund der unterschiedlichen Eignung der Klebstoff-Fabrikate auf Vorversuche nicht verzichtet werden sollte.


HINWEIS!!!

Grundsätzlich sind neben der Werkstoffkombination die durch die jeweilige Anwendung gestellten Anforderungen an die fertige Verklebung (Witterungsbeständigkeit, Chemikalienbeständigkeit, Elastizität der Klebefuge usw.) die wesentlichen Kriterien für die richtige Klebstoffauswahl.


Schrauben

Nieten

Zum Verschrauben und Nieten von VEKAPLAN Platten können je nach Anwendung handelsübliche Schrauben für die Holz- und Metallverarbeitung sowie Niettypen eingesetzt werden.
Hierbei muss jedoch zwischen Anwendungen im Innen- und Außenbereich unterschieden werden.

Berechnungsbeispiel: Bohrungen

Ein Werbeschild (weiß), Format 1500 x 1000 x 10 mm, soll im Außenbereich auf einer hinterlüfteten Unterkonstruktion mit Schrauben befestigt werden. Der Schraubenschaftdurchmesser beträgt 5 mm.

Bestimmung der Längenänderung und Ermittlung des Bohrungsdurchmessers:

Min. Temperatur: -15 °C
Max. Temperatur: +45 °C (weiß)
Temperaturdifferenz: 60 °C

Lösung: Rundloch

Längenänderung gesamt (Diagr. A) = 5,4 mm

Bohrung Festpunkt (Ø) = Schraubenschaftdurchmesser + 2 mm = 7 mm

Da vom Festpunkt aus sich die Längenänderung nach jeder Seite halbiert, ist folgender Bohrungsdurchmesser erforderlich:

Bewegungsbohrungen (Ø) = (5,4 mm : 2) + 5 mm = 7,7 mm

Bohrungsdurchmesser = 8 mm



 

Abstände zwischen
den Schraubverbindungen
in Abhängigkeit
von der Plattenstärke:

Plattenstärke

Abstände zw. den Schraubverbindungen


2 mm

ca. 150 - 200 mm

3 mm

ca. 200 - 300 mm

4 mm

ca. 350 - 400 mm

5 mm

ca. 500 mm

6 mm

ca. 500 mm

8 mm

ca. 500 mm

10 mm

ca. 500 mm

19 u. 24 mm

ca. 500 mm

Der Lochmittenabstand vom Plattenrand sollte mindestens
2,5 x größer sein als der Bohrungsdurchmesser.

 

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